Man kennt die eindrucksvollen Bilder des Großen Kaukasus, dessen verschneite Gipfel weit in den Himmel ragen. Folgt man seinem Verlauf gen Osten, gelangt man nach Kachetien, in das größte und bekannteste von vier Weinbaugebieten des Landes. Manche bezeichnen es als das Napa Valley Georgiens. Die Berge schützen vor Kaltlufteinbrüchen aus dem Norden, während vom Schwarzen Meer im Westen warme, feuchte Luftströme kommen. In Kachetien finden sich auch die sogenannten „zimtigen“ Böden – sandig-kalkhaltiger Lehm mit hohem Eisengehalt. Insgesamt sind 80 Prozent Georgiens gebirgig; das Klima reicht von hochalpin über subtropisch bis hin zu halbwüstenartigen Bedingungen. Von rund 525 autochthonen Rebsorten haben etwa 45 eine größere Bedeutung. Zu den bekanntesten zählen die weißen Rkatsiteli, Kakhuri Mtsvane und Kisi sowie die rote Saperavi.
Qvevri und Orangewein
Schon vor rund 8.000 Jahren wurde in Georgien Wein in Tongefäßen bereitet. Der traditionelle Ausbau in diesen als Qvevri bezeichneten Amphoren hat die Jahrtausende überdauert. Er war Inspiration für Winzer:innen rund um den Globus und Auslöser für den Orange- und Naturweinboom unserer Zeit. Auch die Winzer:innen Georgiens profitierten davon und begannen, ihre Weine – und damit gewissermaßen das Original – international noch stärker zu positionieren. Als Krönung wurde 2013 die „Qvevri-Methode“ von der UNESCO zum „Immateriellen Kulturerbe“ erklärt.
Während der VieVinum sind die Weingüter des Gastlands Georgien im Rittersaal zu finden.





